Tesla Ratgeber - Wie lade ich meinen Tesla richtig?

Du bist stolze(r) Besitzer(in) eines Tesla, überlegst dir ein Model 3 zu bestellen oder hast es schon bestellt? Hier erfährst du wie ein Tesla geladen werden kann und welche Tipps es gibt, um die Batterie zu schonen oder möglichst effektiv zu laden.

  1. Grundregeln, an die ich mich beim Laden eines Elektroautos halten sollte.
  2. Wie lade ich meinen Tesla zu Hause?
  3. Wie gut ist der Tesla Wall Connector?
  4. Wie lade ich meinen Tesla unterwegs?
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1. Grundregeln, an die ich mich beim Laden eines Elektroautos halten sollte.

Das kritischste Thema beim Elektroauto ist die Reichweite. Um möglichst lange eine hohe Reichweite aus einem Elektroauto herauszuholen, ist es empfehlenswert grundsätzliche Lademuster zu berücksichtigen. So wird die Batterie geschont und dein Elektroauto fährt so weit wie am ersten Tag.

  • Über 90% nur unmittelbar vor der Fahrt laden und nur wenn es für den geplanten Trip sonst nicht ausreicht.
  • Unter 20% (gelber Bereich) sollte man das Auto nicht ohne Lademöglichkeit abstellen. Unter 7% (roter Bereich) sollte man den Tesla niemals über Nacht abstellen, da er sich möglicherweise entlädt.
  • Der Tesla Akku fühlt sich in dem Bereich von 20-80% am wohlsten
  • Je langsamer man lädt, desto besser ist es für den Akku

Wenn du all diese Regeln beachtest, hält deine Batterie die Reichweite wie am Anfang ein. Nach und nach verliert aber jeder Akku seine Kapazität, aufgrund von Materialverschleiß und dem Entladen und Laden der Elektroden.

2. Wie lade ich meinen Tesla zu Hause?

Zu Hause kannst du deinen Tesla wie jedes andere Elektroauto mit einer haushaltsüblichen Steckdose oder einer Wallbox laden. 

Die Schuko (Deutschland/Österreich) oder die T13 (Schweiz) laden einphasig mit max. 10A. Auch eine Industriesteckdose (blau, CEE16, einphasig, 16A) ist in manchen Haushalten vorhanden. Diese “Haushaltsmethoden” schonen die Batterie des Autos, da die Zellen durch die geringe Ladeleistung von max. 3kW nach und nach geladen und der Akku nicht stark erhitzt wird. Folgende Nachteile ergeben sich dabei: 

  • hohe Ladeverluste durch die Erwärmung von Ladekomponenten und den elektrischen Widerstand in Kabeln und Steckern. Die Ladeverluste betragen hier zwischen 15-20%. Im schlimmsten Fall schmort die Steckdose durch, da sie für die langen Ladezyklen nicht genügend abgesichert ist.
  • der Computer im Tesla ist dauerhaft aktiv und dieser zusätzlicher Energieverbrauch summiert sich über die vielen Stunden beim sehr langsamen Laden.
  • der Akku wird je nach Umgebungstemperatur nicht richtig warm und wird nicht in seinem optimalen Temperaturbereich geladen. Dadurch verstärken sich die Schadeffekte.
  • Bei älteren Model S und Model X Modellen: Hohe Belastung für das Speichermodul (eMMC). Da der Computer dauerhaft aktiv ist, wird auch der Speicherchip dauerhaft beschrieben.

Bei dieser Ladevariante fühlt sich euer Tesla schon deutlich wohler. In dem Bereich zwischen 11 und 16.5 kW liegt die schonendste Ladegeschwindigkeit. Bei 12-14 Ampere ist der Ladewirkungsgrad im Vergleich zu 16 Ampere höher. Bei 14 Ampere sollen es zwischen 92-94% sein, bei 16 Ampere sind es meistens etwas weniger als 90%. Wer also Zeit hat und dreiphasig laden kann, sollte mit 12 Ampere statt mit 16 Ampere laden. Das mitgelieferte UMC2 Ladegerät von Tesla, welches seit 2019 mit ausgegeben wird, kann jedoch nur einphasiges Laden mit maximal 3,7 kW.

 

3. Wie gut ist der Wall Connector?

Kurz und knapp: Wer eine einfache, funktionsarme Wallbox sucht um seinen Tesla zu laden, wird beim Tesla Wall Connector fündig. Wer aber die vollen Vorzüge einer modernen Wallbox für zu Hause sucht, sollte sich auch als Tesla-Besitzer nach besseren Alternativen umschauen.

Was kann der Connector?

Der Wall Connector von Tesla kann das, was er können soll. Mit dem fest integrierten Ladekabel (2,6m oder 7,4m) und der LED, lässt sich jedes Tesla-Modell komfortabel laden. Die Wallbox ist mit einem Typ 2-Stecker ausgestattet und ist somit auch für andere Hersteller geeignet. 

Was fehlt dem Connector?

Wir fangen mit dem wichtigsten Nachteil aus unserer Sicht an. Der Wall Connector besitzt keine Zugangsbeschränkung.  Sicherheitstechnisch ist es also jedem Fremden möglich, sein Elektroauto bei Ihnen aufzuladen, falls der Connector nicht in einer Garage sicher ist. Wer also ein freizugängliches Carport besitzt oder mehrere Connectoren für eine Flotte (bspw. Firmenparkplatz) nutzen möchte, muss das Risiko eines nicht erwünschten Ladevorgangs von Fremden eingehen. Zum Thema Sicherheit muss auch erwähnt werden, dass kein DC-Überspannungsschutz integriert ist. Hinzukommt, dass der Connector keinerlei Statistik führen kann und Ladeprotokolle speichert. So kann man z.B. im Nachhinein nicht zwischen verschiedenen Ladevorgängen, Elektroautos und Zeitpunkten unterscheiden. In diesem Zuge sei auch erwähnt, dass jeder, der ein Abrechnungssystem integrieren möchte, um Stromkosten des Firmenwagens zu dokumentieren, hier nicht bedient wird. Der Connector ist zwar vergleichsweise günstig (ab ca. 550€), kommt aber nicht mit einer ausreichenden Ausstattung daher. Ob diese minimalistische Lademöglichkeit für zu Hause reicht, muss jeder selbst entscheiden. Wir bieten Alternativen zu dem Connector in unserem Shop an.

4. Wie lade ich meinen Tesla unterwegs?

Jetzt kommen wir zu einer Lademöglichkeit, die ein wesentliches Argument für Teslafahrer darstellt. Das Supercharger-Netzwerk ist nur kompatibel mit Modellen von Tesla und wird ständig weiter ausgebaut, wodurch man auf Roadtrips oder längeren Fahrten keine Angst haben muss, liegen zu bleiben. Ladeleistungen von bis zu 250kW sind für das Model 3 zum Beispiel kein Problem. Durch das Plug and Charge Verfahren, bei dem der SuperCharger direkt mit dem Auto kommuniziert und über die hinterlegte Kreditkarte abrechnet, wird der Ladevorgang deutlich vereinfacht. Die Kosten für das SuperCharging sind verhältnismäßig günstig (derzeit 0,35 €/kWh). Aktuell gibt es noch zwei Varianten von SuperChargern. Sie werden als V2 und V3 bezeichnet. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass bei den V2 SuperChargern nur ein Typ 2 Ladekabel verbaut ist und beim V3 habt ihr die Wahl zwischen CCS und Typ 2. Beide Stecker sind aber schnellladefähig. Im Navigationssystem des Tesla sind alle SuperCharger Standorte hinterlegt. Auf Langstrecken navigiert der Tesla direkt dorthin. An den meisten SuperCharger Standorten befinden sich auch andere Schnelllader von weiteren Anbietern, z.B. von ENBW, Fastnet, Allego oder IONITY. Bei diesen Schnellladern wird zum Freischalten der Ladesäule eine Ladekarte oder App benötigt. Plug and Charge entfällt also größtenteils. Nur bei Fastnet gibt es mittlerweile die Möglichkeit das Fahrzeug zu registrieren und dann in den Genuss von Plug and Charge zu kommen. Die Kosten fallen im Vergleich zu Tesla meistens deutlich höher aus. Grundsätzlich spricht nichts gegen Schnellladen. Man sollte es jedoch nicht übertreiben. Beim Schnellladen wird der Akku sehr schnell erwärmt. Jedoch mögen es Akkus nicht sonderlich, wenn sie hohen Strömen beim Laden oder Entladen ausgesetzt sind und gleichzeitig sehr kalte oder hohe Temperaturen herrschen. Das Batterie Management System sorgt zwar dafür, dass die Temperatur während des Ladens in einem bestimmte Bereich gehalten wird und der Akku somit möglichst schonend geladen wird, aber das ist immer nur ein Kompromiss zwischen Ladegeschwindigkeit und Schädigung. Zudem wird bei häufigem Schnellladen die Akkukapazität schneller reduziert. 

Unterwegs möchte man aber auch mal außerhalb des Supercharger-Netzwerkes laden. Dafür bieten wir mit dem Juice Booster in verschiedensten Set-Varianten den perfekten Alltagsbegleiter. Man lädt mit bis zu 22kW und es gibt alle möglichen Adapter, womit man auf der ganzen Welt elektrisch Laden kann. Zudem ist der Juice Booster Wasserdicht und mit bis zu 3 Tonnen Radlast überfahrbar, was ihn sehr praktisch in jeder Situation macht.